Auch der VfL Wolfsburg geht am Samstag in sein letztes Endspiel dieser Saison. Die Mannschaft von Bruno Labbadia, dem dritten Trainer in dieser Spielzeit, empfängt am Samstagnachmittag um 15:30 Uhr in der Volkswagen-Arena den 1. FC Köln. Für den VfL geht es um Abstieg, Relegation oder Verbleib in der Bundesliga. Der FC ist durch die Niederlage gegen die Bayern am letzten Wochenende bereits abgestiegen. Sie sind von allen Abstiegsängsten „erlöst“ und können befreit aufspielen, um sich mit Anstand aus dem Oberhaus zu verabschieden.

Für die Niedersachsen ist Samstag noch alles drin: Wenn sich am letzten Spieltag am Tabellenende an der Platzierung nichts ändert, geht Wolfsburg in die Relegation. Daran würde auch ein Unentschieden gegen Köln nichts ändern. Gewinnt der HSV und die Wölfe verlieren, bedeutet das den direkten Abstieg. Gewinnt Wolfsburg aber und die Freiburger verlieren gleichzeitig, entscheidet das schlechtere Torverhältnis gegen die Badener und der VfL kommt noch einmal davon.

Nichts deutete zu Anfang der Saison auf einen solchen Niedergang des Vereins: 2009 wurde der VfL Deutscher Meister und noch 2015 Pokal- und Supercupsieger. In den letzten anderthalb Jahren wurden etwa 100 Millionen Euro in neue Spieler investiert. Zu Anfang der Rückrunde stand der Verein auf Platz 12 mit einem ausgeglichenen Torverhältnis. Und von da an ging´s bergab. Ganze 8 Punkte in der Rückrunde, in den letzten fünf Spielen vier Punkte und 4:10 Tore. Zuletzt 3 deftige Niederlagen hintereinander. Das letzte Spiel in Leipzig war ein Offenbarungseid: Beobachter sprachen von haarsträubenden Fehlern in der Defensive, „wie ein Absteiger“. Die Mannschaft habe offenbar den Glauben selbst schon verloren. Die Verpflichtung von Labbadia sei völlig wirkungslos geblieben. Die Fans skandieren schon: „Wir steigen ab, wir kommen nie wieder – wir haben Bruno Labbadia.“

Die Heimbilanz gegen Köln ist eigentlich positiv: In 13 Spielen siegten die Wolfsburger siebenmal bei nur zwei Niederlagen und 28:16 Toren. Aber sie haben zuhause seit Dezember in acht Spielen nicht mehr gewonnen und nur dreimal remis gespielt. Auch das letzte Heimspiel endete 0:0. Die letzte Partie in Köln ging 0:1 verloren. Und die Art und Weise, wie das Team in Leipzig auseinanderfiel, verheißt nichts Gutes.

Doch auch der Hamburger SV war bei der kraft- und Ideenlosen 0:3-Niederlage in Frankfurt nicht wiederzuerkennen. Es könnte also für die Wolfsburger durchaus noch reichen.

Bei Mr Green gibt es folgende Quoten: Sieg Wolfsburg 1.55, Unentschieden 4.25, Sieg Köln 5.40. Viel Glück!