Ein desolater VfL Wolfsburg gegen einen Hamburger SV mit neuer Hoffnung: Am 32. Spieltag treffen sich die Niedersachsen und die Hansestädter in der Volkswagen-Arena zum Duell der Kellerkinder. Während die Hamburger, die schon abgeschlagen schienen, drei Spieltage vor Schluss noch einen Endspurt hinlegen wollen, scheint in Wolfsburg die Angst umzugehen.

Die 0:3-Klatsche des VfL im Gladbacher Borussia-Park war bitter. Die Mannschaft von Bruno Labbadia schien komplett verunsichert. Besonders das dritte Tor war symptomatisch. Paul Verhaegh, der Kapitän der Wölfe, hielt nicht hinterm Berg: „So ein Auftritt – das geht gar nicht. Es sieht so aus, als ob wir uns der Situation nicht bewusst sind.“

In den letzten 11 Spielen hat Wolfsburg nur sieben Punkte geholt, darunter einen Sieg gegen Freiburg. Das größte Problem der Mannschaft ist die anhaltende Torflaute. In fünf von den letzten sechs Spielen trafen sie das gegnerische Tor überhaupt nicht. So stehen sie jetzt mit 30 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz, punktgleich vor den Mainzern und den Freiburgern auf dem Relegationsplatz.

Der VfL muss gegen den HSV den Dreier oder wenigstens ein Remis holen, denn danach geht es nach Leipzig. Und zum Saisonende kommen noch die Kölner, die dann vermutlich ganz befreit von Abstiegssorgen aufspielen werden.

Die Hamburger waren eigentlich schon längere Zeit abgeschrieben. Doch der Abstieg ist tatsächlich noch nicht entschieden. Es sind noch neun Punkte zu vergeben. Die Hamburger haben durch die Siege gegen Schalke und Freiburg sechs Punkte aus den letzten drei Spielen geholt. Nicht mit filigraner Balltechnik, aber mit Einsatz und Kampf. Zumindest der Wille und die Hoffnung sind da. Die Lage ist ganz einfach, meint auch der Kapitän des HSV, Gotoku Sakai: „Man hat gesehen, dass die Tür immer offen ist. Wir haben noch eine Chance und brauchen jetzt einen Auswärtssieg.“

Immerhin haben die Hamburger 5 Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Sie müssten also mindestens zwei der drei ausstehenden Matches gewinnen, um wenigstens den direkten Abstieg zu vermeiden. Und ihr Torverhältnis von -24 ist fast so schlecht wie das von Freiburg mit -25. Das dürfte trotz aller Hoffnung sehr schwer werden.

Denn die Bilanz der Wolfsburger gegen die Hansestädter spricht deutlich für die Niedersachsen: In 43 Spielen 17 Siege für den VfL, elf für den HSV. Zehn Heimspielsiegen stehen fünf Niederlagen gegenüber. Das Hinspiel im Volksparkstadion endete 0:0.

Bei Mr Green gibt es folgende Quoten: Sieg VfL Wolfsburg 2.20, Unentschieden 3.25, Sieg Hamburger 3.30. Viel Glück!