Zwischen dem Ersten mit 45 Punkten und dem Dritten mit 29 liegen derzeit etwa so viele Punkte wie zwischen dem Dritten und dem Rest der Tabelle: Am frühen Sonntagnachmittag um 14.30 Uhr müssen die St. Pöltener in der Red Bull Arena in Wals-Siezenheimgegen die Salzburger zum Rückspiel antreten. Red Bull Salzburg spielt aktuell wie in einer anderen Liga, das Mittelfeld beginnt bereits beim Zweitplatzierten. Gegen die Niederösterreicher sieht die Bilanz mit zehn Siegen aus elf Spielen recht übersichtlich aus. Auch die Heimbilanz mit vier Siegen aus Vier ist kaum zu verbessern. Die Rollen sind also klar verteilt.

Salzburg die Übermannschaft seit der Jahrhundertwende

Unter dem Sponsor-Namen Red Bull Salzburg tritt die Mannschaft seit 2005 auf und wurde in den vergangenen 13 Jahren neunmal Meister und viermal Vizemeister. Die letzten fünf Meisterschaften in Serie. Auch der Vorgänger Austria Salzburg war in den Neunzigern zweimal Vize und dreimal Meister geworden. Bisher ist die Mannschaft mit nur drei Remis ungeschlagen, die ersten zehn Spiele ohne Punktverlust, beste Offensive der Liga, beste Defensive. Nur im letzten Spiel gab sich das Team eine echte Blöße und ließ beim mageren 1:1 beim Tabellenletzten Admira zwei Punkte liegen.

Ein Kuriosum ist der Trainerverbrauch beim Spitzenreiter. In den Jahren seit 2005 gaben sich dort 14 verschiedene Trainer die Klinke in die Hand, darunter alte Bekannte wie Huub Stevens, Adi Hütter, Roger Schmidt und sogar Maestro Giovanni Trapattoni. Seit Juni 2017 ist nun der ehemalige Mainzer Spieler Marco Rose Cheftrainer der Salzburger Profis.

Ist St. Pölten für eine Überraschung gut?

Das Hinspiel verlor St. Pölten vor eigenem Publikum mit 1:3. Beim 1:1-Ausgleich durch die Bullen und beim 1:2 wurden gravierende Abstimmungsfehler in der Defensivreihe offensichtlich. Das 1:3 war Ergebnis eines Tempo-Gegenstoßes in der Nachspielzeit. Insgesamt waren die Salzburger nicht übermächtig, obwohl der Sieg völlig in Ordnung ging. Aber die St. Pöltner versiebten ihre Chancen, die sie sich erarbeiteten, teilweise auch leichtfertig. So blieb ihre Offensive letztlich wirkungslos.

Die aktuelle Statistik sieht für die Niederösterreicher eher durchwachsen aus. In den letzten fünf Spielen gab es zwei Siege und zwei Unentschieden, in den letzten fünf Auswärtsspielen nur einen Erfolg und ein Remis. Aber vielleicht reicht das ja am Ende, um den Zweiten LASK Linz zu überholen.

Bei Mr Green gibt es folgende Quoten: Sieg RB Salzburg 1.11, Unentschieden 8.00, Sieg SKN St. Pölten 19.00. Viel Glück!