Am Sonntagnachmittag steigt im Tivoli Stadion die Partie des FC Wacker gegen den Linzer ASK. Der Aufsteiger aus Tirol sieht schon nach neun Spieltagen wie ein Absteiger aus, zum Unvermögen kommt das Pech. Die Oberösterreicher haben die Europa-League verpasst und sind natürlich heiß auf die nächste Chance. Keiner hat also Punkte zu verschenken.

Der Fußballclub aus der Tiroler Hauptstadt hat eine bewegte Vergangenheit. 1915 als FC Sturm Innsbruck und 1923 noch einmal als FC Wacker Innsbruck gegründet, hatte er in den 70er Jahren mit fünf österreichischen Meistertiteln seine beste Zeit, stürzte dann durch finanzielle Schwierigkeiten und nach einigem Auf und Ab bis in die unterste Amateurklasse und löste sich 1999 auf. 2002 wurde der FC Wacker Tirol gegründet, der 2007 den alten traditionsreichen Namen wieder annahm. Der „neue“ FC Wacker Innsbruck stieg in der Spielzeit 2003/04 in die erste Liga und im Jahr darauf in die Bundesliga auf, wo die Tiroler seither mit Unterbrechungen acht Jahre und wieder seit der laufenden Saison 2018/19 mit wechselndem Erfolg spielen.

Am 9. Spieltag belegt der Aufsteiger Innsbruck den 11. von zwölf Plätzen, mit dem zweitschlechtesten Torverhältnis der Liga, nur einen Punkt vom direkten Abstiegsplatz entfernt. Der Mannschaft gelangen nur zwei Siege, kein Unentschieden. Die letzten drei Begegnungen gingen verloren. Bei der letzten Niederlage in Mattersburg leistete sich die Elf von Trainer Karl Daxbacher eine Rote Karte in der ersten Minute, einen verschossenen Elfmeter und einen direkt verwandelten Eckstoß der Burgenländer zum Endstand von 1:2. Da flattern offensichtlich gehörig die Nerven. Die Bilanz der Spielzeit 2016/17, als das Team zusammen mit den Linzern in der Ersten Liga spielte, ist auch nicht ermutigend: Bei acht Spielen zwei Siege, ein Remis, fünf Niederlagen. Die Aussichten der Innsbrucker für das Spiel am kommenden Sonntag scheinen nicht vielversprechend.

Für die Linzer begann die Saison gleich mit einer Klatsche bei Meister RB Salzburg. Aber auf ein mageres 0:0 gegen die starken St. Pöltener folgte dann eine Serie von sechs Siegen mit 12:2 Toren und ein Remis gegen Sturm Graz, sodass der Club aus Oberösterreich punktgleich mit dem SKN auf dem dritten Platz steht. In der letzten Saison wurden die Linzer Fünfter, scheiterten aber in der Qualifikation zur Europaliga an Besiktas Istanbul.

Aber solche Spiele David gegen Goliath haben immer wieder ihren Reiz!

Bei Mr Green gibt es folgende Quoten: Sieg Innsbruck 3.85, Unentschieden 3.65, Sieg Linz 1.83. Viel Glück!